Tipps zu Reinigung und Pflege von Grabsteinen

  

Reinigung von Grabmalen


In der dunklen Jahreszeit kommt man nicht so oft zum Grab - umso deutlicher merkt man beim ersten Besuch im Frühjahr, wie der Winter am Grabstein seine Spuren hinterlassen hat . . .

 

Im Frühjahr wird das Grab hergerichtet und sinnvollerweise im ersten Schritt noch vor dem Bepflanzen das Grabmal einer gründlichen Reinigung unterzogen. Dabei hängt der zu betreibende Aufwand in erster Linie davon ab, inwieweit das Winterwetter dem Grabstein zugesetzt hat und das wiederum basiert zum großen Teil nicht nur auf den jeweiligen Standortfaktoren (z. B. unter Bäumen im Schatten), sondern auch und vor allem auf der Beschaffenheit seiner Oberflächen. Grundsätzlich gilt: Je rauer und poröser diese sind, desto leichter verschmutzt das Grabmal und umso größer ist der Reinigungsaufwand; man sollte die Reinigungsintervalle kürzer halten und muss mit angemessenen Mitteln vorgehen.

 

Auch die Art der Inschrift hat Auswirkungen auf den Reinigungsbedarf. Ist die Oberfläche nahezu unversehrt glatt und eben, haben Schmutz und Bewuchs weit weniger Chance sich festzusetzen als bei vertieften oder erhabenen Inschriften bzw. bei aufgesetzten Buchstaben und Zeichen - das gilt insbesondere bei liegenden Grabsteinen, wo sich Schmutz und Wasser physikalisch bedingt stets an/in den tiefsten Stellen sammeln. Lasergravur ist unter diesem Aspekt am pflegeleichtesten, weshalb wir unsere Grabmale ausschließlich mit lasergravierter Inschrift anbieten.

 

Auch wenn raue Steinoberflächen förmlich zur Reinigung mit Hochdruck- oder Dampfstrahlreiniger einzuladen scheinen, spricht einiges dagegen: Zum Einen dürfte es nicht ganz einfach sein, solche Gerätschaften auf dem Friedhof zu betreiben und zum Anderen könnten Nachbargräber durch Spritzwasser udgl. tangiert werden - man wird also kaum um die anstrengende mechanische Handreinigung mit Bürste, Schrubber und Schwamm herumkommen . . .

 

 


Grabsteine mit polierten Oberflächen

 

sind dagegen sehr einfach zu reinigen: Man fegt sie trocken mit einem Haarbesen ab oder wischt mit einem feuchten Lappen über die glatten Flächen und das Grabmal erstrahlt in altem Glanz (im wahrsten Sinne des Wortes).

 

Während man die porösen Oberflächen nach jeder mechanischen oder chemischen Reinigung neu "versiegeln" sollte, damit sich Schmutz und Bewuchs nicht noch schneller festsetzen, ist das bei Grabmalen mit polierten, glatten Oberflächen grundsätzlich nicht erforderlich. Bei lasergravierten Grabsteinen ist die gelegentliche Reinigung in der Regel auch als Pflege vollkommen ausreichend, aber natürlich spricht nichts dagegen, sie mit haushaltsüblichen Reinigungsmitteln abzuwaschen und nach dem Trocknen mit einem Pflegemittel zu konservieren - nötig ist das aber meistens nicht. Auf keinen Fall dürfen glatte, polierte Flächen mit scharfen Putzmitteln wie Scheuerpulver udgl. malträtiert werden, auch Lösemittel bzw. Lösemittel-haltige Reiniger sind zu vemeiden, weil die der Versiegelung schaden und unter Umständen dem Glanz der polierten Flächen abträglich sind.

 

Der Pflege- und Reinigungsaufwand für ein Grabmal ist ein Aspekt, den man bereits beim Kauf bedenken sollte. Solange man diese Arbeit selbst erledigen kann, mag das ein gern erledigter Dienst am Verstorbenen sein, wenn man allerdings regelmäßig ein Unternehmen mit diesen Arbeiten betrauen muss, summieren sich die Kosten schnell . . .

 

Wenn Sie dazu Fragen haben, wenden Sie sich gern an uns info@grabmal.de