QR-Codes auf Grabsteinen

 

Dauerhaft nützlich oder Modeerscheinung?

 

Der QR-Code (englisch Quick Response, „schnelle Antwort“, als Markenbegriff „QR Code“) ist eine Methode, Informationen so aufzuschreiben, dass diese besonders schnell maschinell gefunden und eingelesen werden können. Aufgrund einer automatischen Fehlerkorrektur ist dieses Verfahren sehr robust und daher weit verbreitet. ... Der QR-Code besteht aus einer quadratischen Matrix aus schwarzen und weißen Quadraten, die die kodierten Daten binär darstellen. Eine spezielle Markierung in drei der vier Ecken des Quadrats gibt die Orientierung vor. (aus: https://de.wikipedia.org/wiki/QR-Code)

 


Solche Quadrate begegnen uns immer häufiger im Alltag; Sei es, dass sie auf ein spezielles Angebot, eine besondere Veranstaltungen oder eine Homepage verweisen – mit dem sog. QR-Code-Scanner des Smartphones wird die jeweilige Information einfach, schnell und fehlerfrei eingelesen und der Nutzer gelangt direkt zur entsprechenden Seite im Internet.

 

Dieses Verfahren nutzen zunehmend auch Hinterbliebene, um das Leben und Wirken eines Verstorbenen umfassender darstellen und bewahren zu können. Der QR-Code zur entsprechenden Gedenkseite im Internet wird also auf dem Grabmal dargestellt und Besucher am Grab können den einlesen und erhalten so viele Informationen in Form von Texten, Bildern oder Filmen zum Verstorbenen, wie sie kein noch so gewaltiger Grabstein präsentieren könnte.

 

Der Reiz und die Vorteile eines solchen digitalen Andenkens sind ohne Frage attraktiv und die Kombination aus realer Gedenkstätte am Grab und zeitloser Erinnerung im Internet bieten bisher ungeahnte Möglichkeiten der Würdigung einer außergewöhnlichen Lebensleistung. Außerdem kann die digitale Erinnerung ständig und unbegrenzt fortgeschrieben werden, so dass z. B. ein Projekt, das der Verstorbene initiiert hatte, auch über dessen Tod hinaus weiter zu dokumentieren und der Nachwelt zu erhalten wäre. Das kann gleichermaßen reizvoll sein für berühmte Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens wie auch für Verstorbene, die eher im Kleinen und Verborgenen gewirkt haben: Der Eine ist für seinen Verein oder sein Dorf mitunter mindestens ebenso wichtig und unverzichtbar wie der andere für das Weltgeschehen – wer wollte welchen Maßstab anlegen?

 

 

<br>Der QR-Code


Der QR-Code

Art.-Nr.:
<br>Der QR-Code


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<br>Der QR-Code


Der QR-Code

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<br>Der QR-Code


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<br>Der QR-Code


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<br>Der QR-Code


Der QR-Code

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<br>Der QR-Code


Der QR-Code

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Schön oder befremdlich unangemessen?

 

Über Geschmack lässt sich bekanntlich nicht streiten und dennoch gelten auf Friedhöfen und für Grabsteine besondere Regeln, auch wenn es bisher zu QR-Codes keine konkreten Vorgaben geben mag.

 

Vor dem Hintergrund des besonderen Ortes und eines gebührenden Designs erscheint ein rein technisches Zeichen wie der QR-Code ggf. unangemessen und wirkt leicht befremdlich, was den Gesamteindruck des Grabmals womöglich negativ beeinflussen könnte.

 

 

Lösungsmöglichkeit

 

Während die Gravur des QR-Codes auf dem eigentlichen Grabmal endgültig ist, die sich nur mit beträchtlichem Aufwand revidieren ließe, wäre der QR-Code auf einem separaten Grabzeichen, das man ohne weiteres vom Grab entfernen könnte, ein Lösungsansatz, der alle Optionen offen hält.

 

So könnte der QR-Code zum Beispiel auf einem Miniatur-Grabstein (Memofakt), der zum eigentlichen Grabmal auf dem Grab platziert wird, oder auf einer sog. Portraitplatte, die am vorhandenen Grabstein montiert werden kann, auf die entsprechende Andenkenseite verweisen, so lange das gewünscht ist und zu gegebener Zeit weggenommen werden, wenn man den Hinweis nicht mehr möchte.

 

 

Fazit

 

Die Herausforderung besteht folglich darin, den QR-Code so einzubinden, dass von ihm keine “Störung der Würde des Ortes” ausgeht, indem man ihn z. B. einbindet in eine Kreuzdarstellung oder ein anderes Ornament, das grundsätzlich eher zu einem Grabstein passt.

 

Wenn Sie dazu Fragen haben, wenden Sie sich gern an uns info@grabmal.de