Wer muss die Kosten für den Grabstein tragen?*


"Umsonst ist nicht einmal der Tod - er kostet das Leben" sagt eine vermeintliche Volksweisheit und die kann jedem, der jemals mit der Finanzierung in einem Sterbefall zu tun hatte, bestenfalls ein müdes Lächeln entlocken. Die Kosten in einem Todesfall können nämlich ganz beträchtlich sein und insofern tut man gut daran, ein Auge darauf zu haben, wie sich die Kosten zusammensetzen und wer eigentliche welche Kosten zu tragen hat . . . Grundsätzlich sind die Angehörigen eines Verstorbenen gesetzlich verpflichtet, die Kosten einer Bestattung zu tragen.

 

Grundsätzlich gilt BGB § 1968

 

"Der Erbe trägt die Kosten der Beerdigung des Erblassers."

 

Für Menschen, die bereits vor dem Ableben Ihr Leben nicht aus eigener Kraft finanzieren konnten und staatliche Unterstützung in Anspruch nahmen, werden auch die Kosten einer sogenannten Sozialbestattung übernommen. Ein Antrag auf Übernahme der Bestattungskosten ist allerdings auch ohne diese Vooraussetzung möglich. Diese Bestattungsart ist vergleichsweise kostengünstig und in der Regel auf das absolut Notwendigste reduziert; Große Auswahl bezügl. eines Sarges bzw. eines Grabmals, wenn überhaupt, dürfte es folglich nur in Ausnahmefällen geben. Unabhängig davon gilt, dass gewünschte und beauftragte Extras grundsätzlich vom Auftraggeber zu bezahlen sind, sofern das nicht vorab mit dem Sozialamt abgestimmt und von dort ausdrücklich die Kostenübernahme zugesichert wurde.

 

 

Die sogenannte Sozialbestattung

 

Für Menschen, die bereits vor dem Ableben Ihr Leben nicht aus eigener Kraft finanzieren konnten und staatliche Unterstützung in Anspruch nahmen, werden auch die Kosten einer sogenannten Sozialbestattung übernommen. Ein Antrag auf Übernahme der Bestattungskosten ist allerdings auch ohne diese Vooraussetzung möglich. Diese Bestattungsart ist vergleichsweise kostengünstig und in der Regel auf das absolut Notwendigste reduziert; Große Auswahl bezügl. eines Sarges bzw. eines Grabmals, wenn überhaupt, dürfte es folglich nur in Ausnahmefällen geben. Unabhängig davon gilt, dass gewünschte und beauftragte Extras grundsätzlich vom Auftraggeber zu bezahlen sind, sofern das nicht vorab mit dem Sozialamt abgestimmt und von dort ausdrücklich die Kostenübernahme zugesichert wurde.

 

Bestattung in der Regie des Ordnungsamtes

 

Gibt es bei einem Todesfall keine Angehörigen oder sind diese nicht erreichbar, kann das Ordnungsamt die Bestattung veranlassen und die Kosten würden (zunächst) vom Staat getragen. Diese Ausnahme ist ausschließlich bei triftigen Gründen zugelassen und möglich.

 

 Liegende Grabsteine  Stehende Grabsteine  Edelstahl-Grabmale

 


Grabsteine für Familiengruften

 

sind traditionell groß, weil meistens die Namen und Daten vieler Verstorbener darauf Platz finden (sollen). Auf alten Friedhöfen findet man mitunter Anlagen, die von ihrer Größe an einen Hausgiebel erinnern . . .

 

Ähnlich wie bei Grabmalen für Doppelgräber sollte man auch hier einige Dinge hinterfragen:

  • Für wie viele Inschriften zu Verstorbenen muss der Platz auf dem Grabstein letztlich reichen?
  • Sind Unterhaltung und Pflege einer solchen Grabanlage mittel- und langfristig gesichert?
  • Wie ist die jeweilige Nachbeschriftung und mit welchem Aufwand gewährleistet?
  • Ist mit allen potentiell Betroffenen geklärt, dass diese letztlich diese Art der Beisetzung wünschen?
  • Wäre ein kleines Grabkissen pro Verstorbenem ggf. eine bessere und günstigere Alternative?
  • Könnte die Inschrift in einem Vorbau graviert werden, der zur Nachbeschriftung abzunehmen wäre?

 

langfristige Investition . . .


Besonders auf alten Friedhöfen finden sich traditionelle Gruften, weil in der Vergangenheit oftmals die Mitglieder einer Familie am Ort oder doch zumindest in der Region blieben - heute ist Flexibilität und Mobilität gefragt, was nicht selten dazu führt, dass Familien auseinander gerissen werden. Die Mitglieder gründen an anderen Orten neue, eigene Existenzen und richten sich eine neue Heimat ein, wo sie meistens auch ihre letzte Ruhe finden (möchten). Grundsätzlich davon auszugehen, dass alle zurückkommen, um in der Familiengruft beigesetzt zu werden, erscheint fragwürdig und sollte im Zweifel vorab in aller Deutlichkeit geklärt werden . . .

 

Wenn Sie dazu Fragen haben, wenden Sie sich gern an uns:  info@grabmal.de

 

* Der vorstehende Text stellt lediglich einen allgemeinen Überblick und die persönliche Einschätzung bzw. Meinung des Autors dar; Er kann und will keine Rechtsberatung ersetzen.