Wenn der Grabstein "wackelt" . . .

 

 

Was er natürlich nicht wirklich tut - vielmehr ist damit gemeint, dass die Standsicherheit eines (stehenden) Grabmals nicht mehr gewährleistet ist und der Grabstein neu befestigt/fixiert/verankert werden muss, damit er nicht umstürzen und Besucher am Grab verletzen kann.

 

meint: Die Standsicherheit eines Grabmals ist nicht (mehr) gewährleistet.


 

Friedhöfe sind Räume öffentlichen Rechts und insofern sind deren Betreiber verpflichtet, für Ordnung und Sicherheit zu sorgen und im Zweifel haften sie. Zwar ist der Grabnutzer, also die Person, die für die Nutzung eines Grabes bezahlt (hat bzw. deren Rechtsnachfolger), für die Sicherheit auf ihrer Grabstätte verantwortlich, allerdings muss der Friedhofsbetreiber (i. d. R. Kirchengemeinde oder Kommune) im Rahmen seiner Sorgfaltspflicht prüfen und sicherstellen, dass (auch) Gefahren, die von "vermieteten" Gräbern ausgehen können, möglichst gering bleiben. Vor diesem Hintergrund werden stehende Grabsteine mind. ein Mal jährlich, in der Regel nach der Frostperiode, auf ihre Standfestigkeit/-sicherheit geprüft. Das geschieht heute nicht mehr mittels sog. Rüttelprobe, bei der ein Friedhofsmitarbeiter oder Steinmetz an der Grabstele herumdrückt und -zerrt, sondern mit modenen Mess- bzw. Prüfgeräten wie z. B. unserem Kipp-Tester.

 

Hält ein stehender Grabstein dem Prüfdruck nicht die vorgeschriebene Zeit Stand, wird ein Warnhinweis angebracht und der Grabstättennutzer unter Terminsetzung aufgefordert, die Standsicherheit wieder herstellen und belegen zu lassen.

 

Arbeit für Profis mit entsprechenden Werkzeugen und Maschinen

 

Bitte versuchen Sie gar nicht erst, die "wackelnde" Grabstele zu richten bzw. neu zu fixieren. Meistens sind die so schwer, dass man sie ohnehin von Hand bzw. mit Handwerkzeugen nicht bewegen kann und überdies begeben Sie sich dabei womöglich in Gefahr, vom eigenen Grabstein erschlagen oder aber schwer verletzt zu werden. Das ist keine Arbeit für Bastler oder Amateure!

 

Der Steinmetz als Fachmann weiß, was zu tun und wie die Arbeiten mit größtmöglicher Sicherheit/Sicherung auszuführen sind.


Was im Einzelnen zu tun ist . . . 

 

lässt sich oft erst erkennen nachdem die Grabstele entfernt wurde: Hat sich eine Verbindung gelöst, ist ein Dübel herausgerissen oder ein Bolzen/Anker gebrochen, hat sich das Fundament gesetzt . . .?

 

Um die Grabstele sicher zu bewegen, braucht es meistens eine Hebemaschine (Kran, Bagger odgl.). Wenn die Bruch- oder Schwachstelle zwischen Grabstele und Sockelstein liegt, kann man ggf. schon so den Schaden beheben und die Grabstele gleich wieder aufstellen. Im schlimmsten Fall muss die gesamte Grabanlage abgebaut und das beschädigte Beton-Fundament mit großem Aufwand entfernt werden. Dann erst kann der Wiederaufbau quasi wie beim ersten Mal von Grund auf begonnen werden.

 

Grabsteine neu befestigen . . .

 

Da diese Arbeiten im Vorfeld oftmals kaum kalkulierbar sind, bleibt für Grabstättennutzer immer das Restrisiko einer bösen Überraschung. Wir empfehlen vor diesem Hintergrund liegende Grabsteine oder, wenn es denn eine Grabstele sein soll, diese auf einer Grundplatte (also oberirdisch) zu fixieren.

 

Wenn Sie dazu Fragen haben, wenden Sie sich gern an uns info@grabmal.de