Grabsteine für Doppelgräber oder Familiengruften


Das Besondere an Grabsteinen für Gräber, in denen mehrere Personen beigesetzt sind oder werden, beinhaltet zwei Hauptaspekte: Zum Einen sollte der Grabstein hinlänglich Platz haben, damit die Namen und Daten aller Verstorbenen würdevoll dargestellt werden können und zum Anderen sollte es ohne allzu großen Aufwand möglich sein, die Namen und Daten der Verstorbenen zeitnah in den Grabstein zu gravieren, denn meistens sterben die Betroffenen nicht binnen kurzer Zeit.

 

Ehegatten- oder Partner-Grabmale

 

Wenn Menschen einen großen Teil ihres Lebens miteinander zugebracht haben, weckt das früher oder später nicht selten den Wunsch nach einem gemeinsamen Grab. Diesem Ansinnen tragen immer mehr Friedhöfe inzwischen auch dergestalt Rechnung, dass selbst sog. (pflegefreie) Rasengräber für Doppelbelegung angeboten werden. Obwohl die Bezeichnung dieser Grabarten auf den ersten Blick Ehegatten oder Partnerschaften vorbehalten zu sein scheint, können diese Gräber auch z. B. von Freunden, Geschwistern, einem Elternteil mit Kind und ähnlichen Konstellationen genutzt werden - entscheidend ist der Wunsch der Betroffenen nach einem gemeinsamen Grab. Für Angehörige und Hinterbliebene hat das noch den Vorteil, dass lediglich eine Grabstätte zu pflegen und unterhalten ist und i. d. R. ist ein Doppelgrab mit einem Grabstein beim "Erwerb" kostengünstiger als zwei Einzelgräber mit zwei Grabmalen.

 

Nach Beisetzung des Erstverstorbenen wird der Grabstein (oder die Rasenplatte) angefertigt und soweit graviert, dass bei der Beisetzung des Partners lediglich dessen Namen und Daten nachzugravieren sind. Wichtig ist vor diesem Hintergrund also, dass bereits bei der Planung der Inschrift die zweite Beisetzung berücksichtigt wird, um spätere Überraschungen z. B. hinsichtlich der benötigten bzw. verfügbaren Fläche auf dem Grabstein zu vermeiden.

 

 


Grabsteine für Familiengruften

 

sind traditionell groß, weil meistens die Namen und Daten vieler Verstorbener darauf Platz finden (sollen). Auf alten Friedhöfen findet man mitunter Anlagen, die von ihrer Größe an einen Hausgiebel erinnern . . .

 

Ähnlich wie bei Grabmalen für Doppelgräber sollte man auch hier einige Dinge hinterfragen:

  • Für wie viele Inschriften zu Verstorbenen muss der Platz auf dem Grabstein letztlich reichen?
  • Sind Unterhaltung und Pflege einer solchen Grabanlage mittel- und langfristig gesichert?
  • Wie ist die jeweilige Nachbeschriftung und mit welchem Aufwand gewährleistet?
  • Ist mit allen potentiell Betroffenen geklärt, dass diese letztlich diese Art der Beisetzung wünschen?
  • Wäre ein kleines Grabkissen pro Verstorbenem ggf. eine bessere und günstigere Alternative?
  • Könnte die Inschrift in einem Vorbau graviert werden, der zur Nachbeschriftung abzunehmen wäre?

 

langfristige Investition . . .


Besonders auf alten Friedhöfen finden sich traditionelle Gruften, weil in der Vergangenheit oftmals die Mitglieder einer Familie am Ort oder doch zumindest in der Region blieben - heute ist Flexibilität und Mobilität gefragt, was nicht selten dazu führt, dass Familien auseinander gerissen werden. Die Mitglieder gründen an anderen Orten neue, eigene Existenzen und richten sich eine neue Heimat ein, wo sie meistens auch ihre letzte Ruhe finden (möchten). Grundsätzlich davon auszugehen, dass alle zurückkommen, um in der Familiengruft beigesetzt zu werden, erscheint fragwürdig und sollte im Zweifel vorab in aller Deutlichkeit geklärt werden . . .

 

Wenn Sie dazu Fragen haben, wenden Sie sich gern an uns info@grabmal.de