Genehmigungen zum Aufstellen von Grabsteinen

 

meint sowohl das Errichten von stehenden Grabmalen . . .


Friedhöfe sind öffentlich Räume, auf denen Hinterbliebene Gräber privat für eine bestimmte Zeit “kaufen” (im eigentlichen Sinn eher pachten) und nutzen. Daraus folgt, dass die Nutzung einer Grabstätte immer in Wechselwirkung mit öffentlichem Interesse (z. B. Ordnung, Sicherheit u. a.) steht.

 

Um diesem Gefüge gerecht zu werden, schreiben Friedhofsverwaltungen für die meisten Gräber bzw. Grabarten zwingend die Prüfung eines Genehmigungsantrages zur Errichtung eines Grabmals vor. Das heißt der Grabnutzungsberechtigte oder ein von ihm beauftragtes Unternehmen stellen bei der zuständigen Friedhofsverwaltung den entsprechenden Antrag mit Angaben zum Material des gewünschten Grabmals und dessen Bearbeitung, sowie zur beabsichtigten Inschrift in Form einer maßstabsgetreuen Konstruktionszeichnung. Wir stellen diese Informationen grundsätzlich vor dem eigentlichen Kauf kostenlos zur Verfügung in einem technischen Datenblatt, das der Kunde als Anlage zum jeweiligen Antragsformular bei der Friedhofsverwaltung einreichen kann . Anhand dieser Dokumente wird in der Regel binnen ein bis zwei Monaten geprüft, ob der beantragte Grabstein den Vorgaben entspricht und die vorgesehene Inschrift sowohl die erforderlichen Daten korrekt wiedergibt und rechtskonform ist.

 

Für das Aufstellen stehender Grabsteine gelten bezüglich der Erteilung einer Genehmigung strengere Regeln, weil diese umstürzen und Menschen, die sich am Grab aufhalten, gefährlich verletzen könnten, wenn die notwendige Standfestigkeit nicht gegeben ist. In diesen Fällen wird in der Regel darauf bestanden, dass Fachfirmen die Errichtung durchführen und für Schäden haften. Dabei orientiert man sich meistens an Erfahrung und/oder Befähigungsnachweis des Antragstellers. Überdies prüft der Friedhof stehende Grabsteine jährlich auf Standsicherheit (sog. Rüttelprobe).

 


. . .  als auch das Platzieren von liegenden Grabsteinen.

 

 

Bei liegenden Grabsteinen (sog. Liegesteine, Grabkissen, Kopf- oder Pultsteine), die lediglich auf das Grab gelegt werden und folglich niemand durch Umkippen/-stürzen gefährden oder verletzen können, gelten derartige Einschränkungen und Auflagen in der Regel nicht. Diese können selbst Laien, also auch die Grabnutzungsberechtigten, niederlegen - insbesondere solche Grabmale, die weder Fundament noch Bodenanker benötigen und einfach so auf das Grab gebracht werden können. Entscheidend ist dennoch, dass das jeweilige Grabmal den einschlägigen Vorgaben entspricht und eine entsprechende Genehmigung vorliegt. Dann darf und kann grundsätzlich jedermann in “Eigenleistung” den Gedenkstein kostensparend selbst zum Grab bringen und dort niederlegen.

 

Genehmigungsformulare

 

kann man entweder persönlich bei den zuständigen Friedhofsverwaltungen abholen oder für immer mehr Friedhöfe stehen die im Internet auf deren Homepage auch zum Download zur Verfügung. Die Prüfung des Antrages ist in der Regel gebührenpflichtig und nicht im Preis für die Grabstätte enthalten.

 

Damit Kunden, die das Grabmal bei uns erwerben, schon vor dem Aufstellen von Grabsteinen auf der sicheren Seite sind, stellen wir zu jedem Grabstein ein Datenblatt mit allen relevanten Angaben zur Verfügung. Dieses Datenblatt wird zusammen mit dem formellen Antrag bei der Friedhofsverwaltung eingereicht und der Genehmigung zum Aufstellen von Grabsteinen steht nichts mehr im Wege. Wenn Sie dazu Fragen haben, wenden Sie sich gern an uns info@grabmal.de